Demokratie leben, Sozialstaat gestalten AGA-Wochenendseminar

Ende Januar haben wir uns als AGA-Arbeitskreis in Neustadt a.d. Weinstraße getroffen – mit einem klaren Auftrag: Wie können wir unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben besser unterstützen? Und: Wie wehren wir uns gegen die Themen, die uns Politik und Arbeitgeber aktuell aufdrücken?

Gestapelte Hefte und Blöcke.

24. Februar 2026 24. Februar 2026


Wir haben gemeinsam gestaltet

Ein zentrales Thema war die Rentendiskussion. Dabei ist uns wieder deutlich geworden: Die ständig steigende Produktivität kommt bei der Rente nicht an! Stattdessen wird nur auf die "Kopfzahl" verwiesen – also darauf, dass weniger Einzahlende für mehr Rentner*innen aufkommen müssen. Doch diese Rechnung ist blanker Unsinn, wenn man bedenkt, dass wir heute mit weniger Menschen mehr Leistung erbringen als je zuvor.

Die Realität: 

Durch technische Fortschritte und effizientere Arbeitsprozesse wird immer mehr Wert geschaffen – aber dieser Wohlstandsgewinn fließt nicht in die Rentenkasse, sondern landet in den Taschen weniger.

Unsere Forderung: 

Die Rente muss endlich an die Produktivitätsentwicklung gekoppelt werden! Es kann nicht sein, dass die Arbeit von heute die Rente von morgen nicht sichert – nur weil die Verteilung falsch läuft.

Unser Ziel: Keine*r bleibt allein! Wir gehen gestärkt zurück in die Betriebe – mit Argumenten, Materialien und einem klaren Plan, um diese Ungerechtigkeit anzuprangern.

Unsere Lösung:

Rente an Produktivität koppeln! Wer mehr Wert schafft, muss auch mehr Rente bekommen.

Demokratische Kontrolle! Wir fordern selbst verwaltete gesetzliche Versicherungen mit Versicherten-Parlamenten – damit wir entscheiden, wohin unsere Beiträge fließen! Nicht unfähige Fonds-Manager, die in die eigene Tasche wirtschaften!

Schluss mit der Kopfzahl-Lüge! Es geht nicht um "zu wenige Beitragszahler", sondern um gerechte Verteilung!

Abschluss mit Geschichte: Als krönenden Abschluss haben wir das Hambacher Schloss – das "Schloss der Demokratie" – besucht. Dort haben wir uns die Geschichte des Hambacher Festes von 1832 erzählen lassen: Ein mächtiges Zeichen für Freiheit, Einheit und Gerechtigkeit. Genau diese Werte treiben uns auch heute an!

Denn eines ist sicher: Nur wenn wir zusammenhalten, können wir etwas verändern! Egal, ob es um Tarifrunden, Arbeitsbedingungen oder die Rente geht – wir lassen uns nicht spalten.

Mit dem AGA neue Wege gehen

Vielen Dank an alle Teilnehmenden, wir werden an den Schwerpunktthemen weiterarbeiten.


Führung durch das Hambacher Schloss
Ansprechperson AGA
Kontakte IG Metall Kaiserslautern
IG Metall Kaiserslautern | Mitgliederbetreuung, Bildungsarbeit, Gremienbetreuung (AGA), Rückholmanagement

Timo Hodel

Verwaltungsangestellter

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